Die beiden Frösche

Veröffentlicht auf von Amanda McHaley

Zwei Frösche, deren Tümpel die heiße Sommersonne ausgetrocknet hatte, gingen auf die Wanderschaft. Gegen Abend kamen sie in die Kammer eines Bauernhofs und fanden dort eine große Schüssel Milch vor, die zum Abrahmen aufgestellt worden war. Sie hüpften sogleich hinein und ließen es sich schmecken. 

Als sie ihren Durst gestillt hatten und wieder ins Freie wollten, konnten sie es nicht: die glatte Wand der Schüssel war nicht zu bezwingen, und sie rutschten immer wieder in die Milch zurück. 

Viele Stunden mühten sie sich nun vergeblich ab, und ihre Schenkel wurden allmählich immer matter. Da quakte der eine Frosch: »Alles Strampeln ist umsonst, das Schicksal ist gegen uns, ich geb's auf!« Er machte keine Bewegung mehr, glitt auf den Boden des Gefäßes und ertrank. Sein Gefährte aber kämpfte verzweifelt weiter bis tief in die Nacht hinein. Da fühlte er den ersten festen Butterbrocken unter seinen Füßen, er stieß sich mit letzter Kraft ab und war im Freien.

 

Nun manchmal ist es so, man strampelt und strampelt und man möchte schon aufgeben. Alles scheint sich gegen einen verschworen zu haben und dann - plötzlich - bekommt man die "Butter" unter die Füße und schafft es doch noch aus der Misere. Und was sagt uns diese Fabel von Aesop? Das gleiche was viele Jahrhunderte später auch der berühmte britische Staatsmann Sir Winston Churchill so eindrücklich aussprach: "NEVER, NEVER, NEVER, NEVER GIVE UP!"

Veröffentlicht in Geschichten

Kommentiere diesen Post

Natalie 05/23/2011 11:36


Wie wahr! Man muss immer einmal mehr aufstehen als mal hinfällt (-: LG, Natalie