Kontrolle ist alles...

Veröffentlicht auf von Amanda McHaley

Die Bilanz sah nicht gerade gut aus. Das neue Jahr fing genauso ätzend an, wie das alte aufgehört hatte. Trotzdem hatte ich ja immer noch die Hoffnung, das Wolfgang zurückkommen würde.  Als er das folgende Wochenende zu uns kam sagte ich ihm ich erwarte, das er erst in 3 Jahren die Scheidung einreicht, wenn alle Angelegenheiten finanzieller Natur geregelt wären. Er stimmte zu...
An Weihnachten hatte ´Wolfgang ja gesagt, er würde es sich bis zu seinem Geburtstag Ende Januar noch mal überlegen... Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt. Er kam wie vorher auch jedes 2. Wochenende nach hause und schlief auf dem Sofa. Wir sprachen nicht besonders viel miteinander. Es tat mir nur so unendlich weh ihn zu sehen, ihn zu beobachten. wie er durch den Garten ging. Sonntags machte er Eier und Toast für die Kinder...Wenn ich es nicht besser gewußt hätte, war es eigentlich fast wie früher...außer wir sprachen miteinander. Dann wurde die Distanz sofort deutlich.
Er rief auch regelmmäßig an und wollte mit den Kindern sprechen...Mitte Januar fragte ich Wolfgang, ob ich ihn in München besuchen kommen könnte. Er verneinte, es wäre keine gute Idee. Er bestätigte mir nur, was ich ja eigentlich schon von Anfang an wusste: er hatte sich längst entschieden.
Jenna zog sich in dieser Zeit immer mehr zurück. Ich merkte es nicht gleich, da ich viel zu sehr mit mir beschäftigt war. Aber schließlich bemerkte ich es doch. Sie wurde schlechter in der Schule, es hatte schon kurz bevor Wolfgang ging angefangen...Als ich mit ihr sprach, erzählte sie mir, dass sie es vorher wusste das Wolfgang mich verlassen wollte. Er hatte sie gefragt, ob sie mit ihm gehen würde, aber sie hatte abgelehnt und ihm klar gemacht ,das sie bei mir bleiben wolle. Der Grund warum sie nicht rausgehen würde war um ihre Freunde zu treffen,  war das Wolfgang ihr Hausarrest gegeben hätte wegen ihrer schlechten schulischen Leistungen... Ich konnte es nicht fassen...Er wollte immer noch die Kontrolle über die Kinder haben, über alles was bei uns passierte... Deshalb rief er fast jeden Tag an! Er wollte sehen, ob Jenna tatsächlich zuhause war.
Ich erklärte Jenna daraufhin, das ab sofort Hausarrest kein Mittel der Erziehung mehr sein würde. Nie mehr!
Es war an der Zeit zum Anwalt zu gehen. Ich musste wissen, was meine Rechte waren. Er konnte doch nicht fortgehen und denken es tanzen trotzdem noch alle nach seiner Pfeiffe.
Ich brauchte eine gute Anwältin... Eine die kämpfen konnte.  Und ein Kampf würde es werden...Ich konnte es einfach kommen sehen.

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Mondblume 02/03/2009 21:09

Oje, eine Trennung ist immer ein hartes Teil, vor allem wenn auch noch Kinder da sind. Wenn er gegangen ist, hat er zwar das Recht seine Kinder zu sehen, aber nicht euch zu kontrollieren, da hast Du schon recht, da musst Du was machen und zwar schnell, ich drück Dir die Daumen...Liebr gruß Regina

Amanda McHaley 02/04/2009 00:38


Ja das war ziemlich übel für uns alle damals...
LG