Helfersyndrom

Veröffentlicht auf von Amanda McHaley

 

Durch die Krankheiten meiner mittleren Tochter Jenna, begann ich mich für alternative Heilkunde zu interessieren. Jenna hatte ständig Atemwegsinfektionen. Es fing mit Erkältungen an, ständig kränkelte sie. Nach einer Zeit wurden Bronchitiden daraus, Keuchhusten, der sich über Wochen dahin zog. Jenna nahm Antibiotika zu sich wie andere Kinder Bonbons.

Schließlich meinte der Arzt, dass falls es so weiter ginge als nächstes wohl mit asthmatoiden Bronchialerkrankungen zu rechnen sei. Asthma! Ich bekam es mit der Angst. Mein Mann litt unter allergischem Asthma, sie hatte bestimmt die Veranlagung geerbt! Also begann ich zu lesen, zu studieren, mich umzuhören.

Ich hatte es satt, mich auf die Ärzte zu verlassen und wollte Jenna keine Antibiotika mehr geben, denn es schien, als ob sich die Spirale Krankheit – Antibiotika – Krankheit immer schneller drehte.

Nachdem ich mich eine ca 1 Jahr mit Naturheilkunde beschäftigt hatte, begann ich eine Heilpraktikerausbildung. Das Problem ist, das es keine schwierigeren Patienten gibt, als die eigene Familie... Ich wollte alle und jeden behandeln, meine neu gelernten Methoden ausprobieren... an den Mann und Kind und Frau bringen und war doch sehr enttäuscht, wenn die Resonanz nicht so enthusiastisch war, wie ich es erwartet hatte. Ich litt eindeutig am Helfersyndrom und meine Lieben nahmen reissaus, wenn ich auch nur anfing über Gesundheit oder Krankheiten zu reden. Es war ein hartes Stück Arbeit meine Familie davon zu überzeugen, dass ich wusste von was ich redete...

Heute habe ich es auf ein gesundes Maß zurückgeschraubt. Meine Familie akzeptiert mein Fachwissen und fragt mich um Rat, wenn einer von ihnen krank ist. Im Gegenzug habe ich aufgehört zu missionieren.

Veröffentlicht in Geschichten

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Amanda McHaley 01/26/2009 23:12

Es ist halt wie es immer ist, der Prophet gilt nicht im eigenen Land (-;

Angie 01/26/2009 19:34

Ja, man will natürlich alles und jeden therapieren^^