Die Fabel vom Skorpion und dem Frosch

Veröffentlicht auf von Amanda McHaley

An einem Fluss-Ufer traf ein Skorpion auf einen Frosch…


“Lieber Frosch, nimmst du mich auf deinem Rücken mit zur anderen Uferseite? Ich kann nicht schwimmen.”

Der Frosch erwidert:

“Nein, das werde ich nicht tun. Sobald wir in der Mitte des Flusses angekommen sind wirst du mich mit deinem Giftstachel stechen und wir werden beide sterben.”

“Warum sollte ich das tun? Wenn ich dich steche, so werde auch ich ertrinken und ich hätte nichts dabei gewonnen…”

Der Frosch überlegt kurz und entschließt sich letztlich den Skorpion doch mit zur anderen Flussseite zu nehmen.
In der Mitte des Flusses angekommen, holt der Skorpion mit seinem Stachel aus und sticht den Frosch in den Rücken.
Mit den letzten Atemzügen fragt der Frosch:

“Warum hast du mich gestochen? Jetzt sterben wir beide…”

“Ich bin ein Skorpion, es ist meine Natur, ich kann nicht anders…”

Und beide ertranken…


 

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Diese Fabel habe ich schon immer sehr gemocht. Als Sternzeichen "Skorpion" wird einem ja oft genau diese Art des Verhaltens nachgesagt. Aber...Wie schwer oder leicht ist es sich zu ändern? Haben wir tatsächlich nicht die Möglichkeit, gegen die eigene Natur anzukämpfen? Ist die Aussage "ich bin halt so" eher eine Ausrede um sein (schlechtes) Verhalten zu entschuldigen? Wieviel der menschlichen Eigenschaften sind angeboren und wieviel anerzogen oder angeeignet? I


Ich denke, grundsätzlich trägt jeder Mensch für sein Leben selbst die Verantwortung. Einmal als ich einem guten Freund mal wieder vorjammerte wie viel schlechtes in meinem Leben gerade vor sich ging, sagte er mir etwas dass mich sehr nachdenklich machte: du bist da wo du bist, weil du irgendwann in deinem Leben eine Entscheidung getroffen hast ,die dich ganau dahin geführt hat wo du jetzt bist. Ich musste eine Weile darüber nachdenken, aber - weisst du was - er hatte ja so recht...

Veröffentlicht in Geschichten

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Angie 01/26/2009 19:35

schöne Geschichte

Angie 01/25/2009 11:42

Ja, die Geschichte hat was...!
Aber ich glaube auch, dass wir für alles, was wir tun selbst verantwortlich sind. Für alles, was wir tun, aber auch für alles, was wir unterlassen!
Aber wir können auch nie wissen, ob wir jetzt irgendwo anders, wo es besser ist, wären, wenn wir irgendwann in unserem Leben eine Entscheidung anders getroffen haben.

Angie

Amanda McHaley 01/25/2009 12:17


Da hast du vollkommen recht.... Es geht ,denke ich darum, Verantwortung für sein Leben und seine Entscheidungen zu übernehmen. Nicht die Anderen, der Staat oder der liebe Gott haben uns in eine
Situation gebracht, sondern wir selbst. Das ist manchmal eine sehr unangenehme Erkenntnis und nicht einfach zu akzeptieren. Wenn man es trotzdem tut, eröffnen sich doch auf einmal Möglichkeiten.
Wie heisst es so schön: Problem erkannt, Problem gebannt.
LG Amanda