Cowboystiefel und Countrysound?

Veröffentlicht auf von Amanda McHaley

Seit Oktober habe ich ein neues Hobby. Line dance...

Schon ewige Zeiten wollte ich gerne wieder tanzen gehen. Klar gehe ich ab und zu in die Disko, aber das geht ja meistens nur am Wochenende. Einen Tanzkurs in der Tanzschule belegen ging mir auch schon durch den Sinn, aber leider fehlt mir seit mein Ex sich vom Acker gemacht hat der Tanzpartner.

Letztes Jahr im August kam mir dann ein Riesenzufall zur Hilfe. Wer kennt nicht "wkw"?! Immer wieder mal durchforstete ich meine Gehirnwindungen und das wkw - Netzwerk nach ehemaligen Freunden. Leider habe ich es nicht so mit Namen, deshalb brauchte ich eine gewisse Zeit...

Irgendwann gab ich den Namen einer Freundin ein, mit der ich aufgewachsen bin, die sogar meine Trauzeugin gewesen war und die ich aus unerfindlichen Gründen vor ca 15 Jahren aus den Augen verloren hatte. Und tatsächlich..! Als ihr Name erschien konnte ich es kaum glauben. Ich schrieb eine Email mit der Frage, ob sie sich evt. noch an mich erinnerte und bekam prompt am nächsten Tag eine Antwort mit Telefonnummer. Natürlich rief ich gleich an. Ein wenig flau war mir schon im Magen, aber ich freute mich unheimlich den Kontakt wieder aufnehmen zu können. Nachdem wir 3 Stündchen telefoniert hatten, erzählte sie mir das sie seit 2 Jahren zum Line dance gehen würde. Da bräuchte man keinen Partner, denn man tanzt ja in Linie und eigentlich seien ja beim Line dance mehr Männer anzutreffen als beim Standard oder Latein in der Tanzschule. (Liegt wohl daran, dass das Risiko seiner Tanzpartnerin auf die Füße zu latschen eher als gering  einzustufen ist.. Außerdem sieht der Tänzer selbst wenn er noch so hölzern tanzt mit Cowboyhut, Jeans und Cowboystiefel einfach cool aus .)

Jedenfalls ging ich beim nächsten Event mal mit, um zu testen, ob ich mir die Musik einen ganzen Abend lang antun könnte. Ich ging immer davon aus das Line dance automatisch Countrymusik bedeutet. Mit nichten! Es gibt zwar Country aber auch Non-Country. Es wird genauso auf Johnny Cash wie Beyonce getanzt. Das konnte ich sehr gut den ganzen Abend aushalten. Nur nicht, dass ich da ich nicht einen Schritt bzw. Tanz konnte, nicht einmal auf die Tanzfläche kam und den Anderen nur beim Tanzen zuschauen konnte... Aber ich hatte Blut geleckt. Ich wollte unbedingt Line dancing lernen. Man mag es kaum glauben, aber jedes Lied hat seinen eigenen Tanz. Zur Zeit gibt es ca 15000 verschiedene Tänze... Da wird mir bestimmt nicht so schnell langweilig!!

Mittlerweile kann ich schon 53 Tänze. Beginner und Fortgeschrittene (einfache). Es bringt nicht nur meinen Füssen etwas, sondern auch meinem Gehirn, denn die verschiedenen Tanzschrittfolgen benötigen doch so einiges an Gedächtnisleistung. Dies ist manchmal nach einem langen Arbeitstag eine Herausforderung für sich.

Was mir besonders gefällt ist das direkt alle per Du sind. So typisch amerikanisch halt .  Jedes Mal wenn ich einen neuen Tanz gelernt habe suche ich ihn mir bei U-Tube raus und speichere ihn mir in meine Playliste, damit ich auch noch in 2 Wochen weiss wie er geht. Zumindest kann ich dann spicken. Da ich ein visueller Typ bin muss ich mir die Tänze wieder und wieder anschauen, bis ich sie als Kopfkino abrufen kann. Erst dann gelingt der weite Weg vom Gehirn zu den Füßen.

Nun es gibt noch so viel zu erzählen. Aber das hebe ich mir für den nächsten Artikel auf. Wer mich mal auf U-Tube besuchen möchte, kann mich hier finden: amf1961

Get in line!!

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